Hameln-Pyrmont: Steigende Altersarmut befürchtet

Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Dezember 2017 15:52

Die Zahl der Menschen, die im Landkreis Hameln-Pyrmont neben ihrer Rente auf Grundsicherung angewiesen sind, ist in den vergangenen zehn Jahren um 28 Prozent gestiegen. 2.301 Bezieher von „Alters-Hartz-IV“ zählte der Landkreis zuletzt Diese Angaben stammen laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten – NGG – vom Statistischen Landesamt. NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge fordert angesichts dieser Zahlen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Gerade Frauen und Alleinerziehenden bleibe trotz vieler Arbeitsjahre der Gang zum Sozialamt häufig nicht erspart. Die Lage dürfte sich in den nächsten zwei Jahrzehnten verschärfen. Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung wird das Armutsrisiko besonders für die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre ansteigen – von aktuell 15 auf 20 Prozent im Jahr 2036. Als armutsgefährdet gilt ein Rentner, dessen Netto-Einkommen unter 958 Euro monatlich liegt. Die Gewerkschaft plädiert für eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung.