Lügde: Bilanz der Spurensuche und Spurensicherung auf dem Campingplatz

Veröffentlicht am Freitag, 01. März 2019 18:25

Im Rahmen der Ermittlungen zu den sexuellen Missbrauchsfällen in Lügde ist gestern 01.03. eine intensive und sehr kleinteilige Spurensuche und Spurensicherung der abgesperrten Tatorte auf dem Campingplatz abgeschlossen worden. Alle Gegenstände aus den teils vermüllten und chaotischen Behausungen der Beschuldigten wurden in einem Container zwischengelagert und untersucht, um den Verlust von Beweismitteln zu verhindern. Bei der Suche fand der Datenträgerspürhund einen USB-Stick in einer Sesselritze in der Behausung des Hauptbeschuldigten. Darüber hinaus stellten die Ermittler im Laufe der drei Tage dort weitere CDs, Disketten, SIM- und SD-Karten sowie Unterlagen sicher. In der Behausung des zweiten Beschuldigten wurden ebenfalls einige Datenträger, wie CDs, und Unterlagen sichergestellt. Insgesamt bewege sich die Menge der sichergestellten Gegenstände im mittleren zweistelligen Bereich. Eine Auswertung sei noch nicht erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Tatorte im Bereich Campingplatz bleiben zunächst weiterhin abgesperrt. Weitere Maßnahmen sind dort nach bisherigem Stand der Ermittlungen nicht geplant, sind aber im Rahmen der laufenden Ermittlungen auch nicht auszuschließen. Die Ermittlungskommission beabsichtigt, einige minderjährige Opfer erneut anzuhören. Aufgrund der laufenden Ermittlungen und der dadurch gewonnenen Erkenntnisse seien die erneuten Anhörungen trotz weiterer Belastung für die Opfer erforderlich. Es sollten damit aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse Verbindungen geklärt und Hinweise erlangt werden.