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Sind Baustoffe in Windkraftanlagen schädlich?

 

 

Die Zunahme von erneuerbaren Energien scheint Wirkung zu zeigen. Die CO2 Emissionen seien um 35 % zurückgegangen, so eine Verlautbarung in diesen Tagen. Doch jede Medaille hat auch hier offenbar zwei Seiten. Denn auch bei erneuerbaren Energien wie der Windkraft, scheint es eine Kehrseite zu geben. Joachim Stracke berichtet über das Thema und spricht dazu mit Kritikern aus Emmerthal und dem niedersächsischen Umweltministerium.

 

Beitrag: Sind Baustoffe in Windkraftanlagen gefährlich?

 

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Joachim Stracke kommentiert den Umgang des niedersächsischen Umweltministeriums mit den möglichen Gefahren der Baustoffe.

 

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Weitere Infos zu dem Thema hier:

 

Das komplette Interview mit Stephan Stallmannn
https://soundcloud.com/u…/interview-stephan-stallmann-zu-cfk

 

Übung Fiese Fasern der Bundeswehr
https://www.bundeswehr.de/…/uebung-fiese-fasern-zivil-milit…

 

Institut für Gefahrstoff Forschung – Gefährdungen durch CFK
http://www.igf-bgrci.de/…/Gef%C3%A4hrdungen_durch_Kohlensto…

 

Die ganze Antwort aus dem nds. Umweltministerium zu der Anfrage hier zum Nachlesen:

 

Wie gefährlich stufen sie karbonfaserverstärkte Kunststoffe ein kurz CFK?


Antwort: Erkenntnisse über gesundheitsgefährdenden Eigenschaften von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (Fasern gebunden) im eingebauten Zustand liegen nicht vor und sind auch nicht zu erwarten. Ob mögliche Gefahren bei der thermischen oder mechanischen Behandlung von carbonfaserverstärkten Kunststoffen entstehen können, wird u. a. derzeit durch zwei Forschungsprojekte („CarboBreack“ und „Carbon Fiber Cycle“), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden, untersucht. Da bei der thermischen Behandlung in den Rückständen Fasern verbleiben können, werden diese Entsorgungsverfahren derzeit nicht genutzt.

 

Wie gefährdet ist die Bevölkerung beim Brand einer Windkraftanlage durch CFK?

 

Antwort: Hier liegen der Abteilung 3 keine Erkenntnisse vor. (Für den Schutz der Bevölkerung bei Brandereignissen ist das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport zuständig)

 

Wie schützen sie die Bevölkerung im Fall eines Brandes?

 

Antwort: Siehe vorherige Frage.

 

Wenn Asbest verboten ist, muss dann nicht auch CFK verboten werden?

 

Wie oben erwähnt, werden derzeit Forschungsvorhaben mit Mitteln des BMBF durchgeführt, die unter anderem das Ziel einer Risikobewertung mit anschließender Ableitung von Empfehlungen für ein sicheres Handling von Carbonfasern/carbonfasernverstärkten Kunststoffen haben. Diese Ergebnisse sind abzuwarten. Eine Diskussion mit dem Ziel des Verbotes ist hier dagegen nicht bekannt.

 

Wie wird die Umwelt vor Altbeständen von CFK geschützt?

 

Antwort: Um eine Belastung der Umwelt aus abfalltechnischer Sicht zu vermeiden, dürfen CFK-Abfälle aus Windenergieanlagen derzeit nicht in Anlagen wie z. B. Hausmüllverbrennungsanlagen oder Ersatzbrennstoffheizkraftwerken entsorgt werden, da die Voraussetzungen für eine vollständige thermische Zersetzung von Carbonfasern in der Regel in diesen Anlagen nicht gegeben ist.
Bezüglich des Recyclings von carbonfaserverstärkten Kunststoffen ist bislang das Pyrolyseverfahren großtechnisch erprobt, dabei werden Carbonfasern mittels Pyrolyse für eine weitere Verwertung freigelegt. Diese freigelegten Faserteile können nach diesem Prozess kundenindividuell veredelt und Z. B. zu sog. Carbon-Pellets weiterverarbeitet werden. Diese könnten anschließend Verwendung in neuen Produkten, zum Teil in der Autoindustrie oder im Maschinenbau finden. Ob sich für die recycelten (verkürzten) Fasern hinreichend Abnehmer finden, bleibt abzuwarten.

 

Wie wird die Bevölkerung beim Rückbau von Windkraftanlagen geschützt?

 

Antwort: Immissionsschutzrechtlich hat der Betreiber gemäß § 15 Abs. 3 BImSchG, wenn er beabsichtigt den Betrieb einer genehmigungsbedürftigen Anlage einzustellen, dies unter Angabe des Zeitpunktes der Einstellung der zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.
Der Anzeige sind Unterlagen über die vom Betreiber vorgesehenen Maßnahmen zur Erfüllung der sich aus § 5 Absatz 3 BImSchG ergebenden Pflichten beizufügen. Das heißt, die Anlage ist so stillzulegen, dass von der Anlage und dem Anlagengrundstück auch während oder nach der Demontage keine schädlichen Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteil und erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft ausgehen.
Die beinhaltet auch, dass der Betreiber darzulegen hat, wie die ggf. bei der Demontage auftretenden Emissionen vermieden werden.

 

Sehen sie Gründe, dass eine mögliche Gefährdung zu Veränderung bei der Betriebserlaubnis von WKA führen sollte?

 

Antwort: Angaben über die Gesundheitsgefährdung durch Carbon-Fasern in carbonfasernverstärkten Kunststoffen (z. B. Konzentrationsgrenzen) liegen hier nicht vor. Zur Entsorgungsfrage sollten ebenfalls die Ergebnisse der oben genannten Forschungsvorhaben abgewartet werden.

 

Das Interview führte Joachim Stracke.

 

 

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