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Der Verein VSR-Gewässerschutz fordert die Nitratbelastung in der Weser dringend zu verringern. Der Verein hat Wasserproben an der Weser von Hann. Münden bis Bremen genommen und analysiert. An der Emmer-Mündung in Emmerthal wurden 17,5 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat ermittelt, an der Weser in Hameln 17,4 mg/l Nitrat. Nach der Oberflächengewässerverordnung soll die Weser in Bremen einen Nitratwert von 12,3 mg/l nicht überschreiten, dort waren es allerdings 16,3 mg/l. Um die Nitratkonzentration hier zu senken, sollte an allen Quell- und Nebenflüssen dieser Zielwert eingehalten werden, fordert der VSR-Gewässerschutz. Zu viel Nitrat im Wasser fördert das Algenwachstum und gefährdet die Artenvielfalt in der Nordsee. Mit den Messfahrten soll dazu beigetragen werden, dass sich die Nitrateinträge in die Nordsee verringern.
Der VSR-Gewässerschutz sieht eine der großen Ursachen der Belastung der Weser im zusickernden Grundwasser. Zusammen mit den Drainagen von den Feldern machten diese Einträge 87 % der gesamten Nitrateinträge im Wesereinzugsgebiet aus. Auch im Kreis Hameln-Pyrmont sei das Grundwasser zu stark mit Nitraten belastet. Bei Brunnenwasser-Analysen im Kreis Hameln-Pyrmont von 2021 bis 2025 wurde festgestellt, dass 10,2 % der Brunnenwasserproben den Grenzwert der Nitratrichtlinie von 50 mg/l Nitrat überschreiten. Nur 13 % der Stickstoffeinträge im Wesereinzugsgebiet stammen aus industriellen Direkteinleitungen oder Abwasser von Kläranlagen. Gerade bei den Einträgen aus kommunalen Kläranlagen konnte in den letzten Jahrzehnten eine große Verringerung erreicht werden, heißt es vom VSR.
Foto: Matthias Ahlbrecht analysiert Flusswasser im Labormobil. Fotograf Ruben Wiltsch
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