Niedersachsen: Ärzteverband gegen Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeitarbeit

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Mit deutlicher Kritik reagiert der Ärzteverband Marburger Bund Niedersachsen auf die aktuelle politische Debatte zur Abschaffung des grundsätzlichen Rechtsanspruchs auf Teilzeitarbeit. Eine solche Maßnahme würde die ohnehin prekäre Situation in den niedersächsischen Kliniken massiv verschärfen. In den Kliniken sei Teilzeit für Ärztinnen und Ärzte oft die einzige Notbremse, um der permanenten Überlastung und dem Burnout zu entgehen. Besonders kritisch werde diese Entwicklung für die zukünftige Attraktivität des ärztlichen Berufes gesehen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei für die nachfolgende Generation an Medizinerinnen und Medizinern ein zentrales Entscheidungskriterium für oder gegen die Arbeit im Krankenhaus, heißt es vom Marburger Bund. Teilzeit im Krankenhaus bedeute in der Realität nicht selten schon eine 40-Stunden-Woche, wenn man die Überstunden und Dienste einrechne. Anstatt über Arbeitszwang nachzudenken, fordert der Landesverband die Politik auf, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Ärztinnen und Ärzte freiwillig ihre Stundenanteile erhöhen können. Dies könne nur unter anderem durch eine massive Entlastung von bürokratischen Aufgaben und eine verlässliche Dienstplanung geschehen.




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