Aerzen/Emmerthal: Grüne kritisieren zunehmende Bodenversiegelung

Veröffentlicht am Montag, 07. Juni 2021 15:06

Der Ortsverband Aerzen-Emmerthal von Bündnis 90/Die Grünen nimmt die starken Überschwemmungen der letzten Woche im Aerzener Kernort zum Anlass, um auf die überhöhte Bodenversiegelung aufmerksam zu machen. Im Jahr 2020 sind in Deutschland pro Tag 56 Hektar Fläche für Siedlung und Verkehr verbraucht worden, doppelt so viel wie vorgesehen. Das Ziel den täglichen Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, liege in weiter Ferne. Mit dem Verbrauch neuer Flächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke und zunehmender Versiegelung gingen vor allem die Lebensfunktion des Bodens, die Fruchtbarkeit und die Wasserdurchlässigkeit des Bodens verloren. Zu den Folgen zählten unter anderem der Verlust der Bodenfauna, örtliche Überschwemmungen bei starken Regenfällen und niedrige Grundwasservorräte. Letztere Problemlagen seien auch mittlerweile in Aerzen erkennbar, heißt es von den Grünen. Die Politik müsse hier reagieren, jede Versiegelung müsse auf den Prüfstand gestellt und gut durchdacht werden. Auch die heutige Landwirtschaft verlange riesige Felder ohne Hindernis, die Folge sei zunehmende Bodenerosion.