Im Studio: Marvin Weiß

Marvin Weiß

UKW  99,3 + 94,8     Kabel 102,9

Emmerthal

Das Atomkraftwerk Grohnde ist wieder am Netz. Das hat Betreiber E.ON heute Vormittag bestätigt. Die Anlage sei gestern Abend wie angekündigt wieder mit dem Stromnetz verbunden worden. Das Niedersächsische Umweltministerium hatte am Freitag Abend die Genehmigung zum Wiederanfahren des Kraftwerks erteilt. Im Vorfeld hatten umstrittene Reparaturen für heftige Diskussionen gesorgt. Auch die Staatsanwaltschaft war eingeschaltet worden, sah aber keinen Anfangsverdacht. Das AKW war vor zwei Monaten für eine Routine-Revision abgeschaltet worden. Dabei waren Defekte an einem Generator und an sogenannten Drosselkörpern festgestellt worden.

Heute Nachmittag ab 16.00 Uhr informiert die „Arbeitsgruppe Dorfladen“ über das Projekt und lädt zu einem Aktionstag ein. In zwei Klassenzimmern der alten Schule soll der Dorfladen entstehen, auf 200 Quadratmetern – die Regale gefüllt mit über 3000 Artikeln. Aus einem dritten Zimmer soll ein kleines Cafe werden – und damit vielleicht der künftige Kommunikationsmittelpunkt des Dorfes Grohnde. Hubert Hennig ist Vorsitzender des Beirates der Arbeitsgruppe „Dorfladen Grohnde“. Er und inzwischen knapp 90 Gesellschafter glauben fest daran, mit einem Lebensmittelmarkt vor Ort wieder Schwung und vielleicht sogar wirtschaftlichen Erfolg ins Dorf zu bringen. Jeder kann in dem Dorfladen Gesellschafter werden oder das Projekt anderweitig unterstützen. Die „Arbeitsgruppe Dorfladen“ veranstaltet einen Aktionstag. Neben Informationen zum Stand der Planungen gibt’s Kutschfahrten durchs Dorf, Torwandschießen, einen Flohmarkt. Dazu Bratwurst, Pommes und Musik. Das alles auf dem Gelände der alten Schule, Südstraße 2, wo der Dorfladen entstehen soll.

Das Atomkraftwerke Grohnde kann wieder angefahren werden. Das Niedersächsische Umweltministerium hat sein Zustimmung erteilt. Gestern Abend hatte der Betreiber E.ON die Fragen der Atomaufsicht zu den umstrittenen Reparaturen beantwortet und nachgewiesen, dass alle Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt und dokumentiert wurden, hieß es aus dem Ministerium. Der TÜV hat das bestätigt. Der Betriebsleiter des AKW Grohnde habe zudem in einer eidesstattlichen Versicherung die Vorwürfe bezüglich unzulässiger Reparaturen zurückgewiesen. Die Atomaufsicht habe gestern die Erklärungen und alle Dokumentationen eingehend geprüft. Zudem habe es im Verlauf des gestrigen Tages ein Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Hannover gegeben. Die Staatsanwaltschaft sehe keinen Anfangsverdacht und werde daher kein Ermittlungsverfahren einleiten. Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel, wies die ihm unterstellten Vorwürfe der politischen Willkür und des Rechtsbruchs entschieden zurück. Die Vorgehensweise und die veranlassten Maßnahmen seien streng nach Recht und Gesetz ausgerichtet gewesen. Der Schutz der Bevölkerung stehe für ihn an erster Stelle.

Der Betreiber des Atomkraftwerkes Grohnde hat einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg gestellt. E.ON Kernkraft will damit erreichen, dass das AKW wieder angefahren werden kann. Bereits gestern sei im Revisionsabschlussgespräch mit dem niedersächsischen Umweltministerium einvernehmlich festgestellt worden, dass alle Voraussetzungen für die Erteilung der atomrechtlichen Zustimmung durch das Niedersächsische Umweltministerium vorlägen, teilte der Betreiben mit. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel hatte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, nachdem ein anonymer Hinweis von einem Atomkraftgegner weitergegeben worden war. Angeblich hatte es Unregelmäßigkeiten bei Reparaturarbeiten am AKW gegeben, die den Verdacht einer Straftat nahelegten. Das Ministerium verweigerte daraufhin seine Zustimmung zum Wiederanfahren des Kraftwerkes. Die Entscheidung von Umweltminister Wenzel war bei der SPD und den Grünen auf Zustimmung gestoßen. CDU und FDP kritisierten das Vorgehen.

In der vergangenen Nacht ist in einen Dachdeckerbetrieb in Kirchohsen eingebrochen worden. Bei der anschließenden Fahndung konnte eine Frau gefasst werden. Ein weiterer Beteiligter ist noch flüchtig. Ein Zeuge hatte zwei Personen auf dem Gelände des Betriebs bemerkt und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden Einbruchsspuren und lösten eine Fahndung aus. Dabei wurde auch der Polizeihubschrauber eingesetzt, weil das Gelände sehr unübersichtlich war, sagt Polizeisprecher Jens Petersen. Unter anderem wurde in der Nähe ein verdächtiges Fahrzeug gefunden. Dort wurde die Frau angetroffen, die einräumte, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Gestohlen hatten sie und ein Mann Gasflaschen. Der entstandene Schaden wird auf rund 250 Euro geschätzt.

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