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Lügde: Stadt hat einen neuen Pastor

Die Stadt Lügde hat einen neuen Pfarrer: Pastor Stefan Schiller hat die Leitung für St. Marien übernommen. In einer feierlichen Andacht im Paderborner Domes wurde Pastor Stefan Schiller in sein Amt als neuer Pfarrer im Erzbistum Paderborn eingeführt. Der 40-jährige Seelsorger war zuletzt als Pastor im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Westen tätig.

Hameln-Pyrmont: Ermittlerin im Missbrauchsfall Lügde stellt sich vor

Welche weiteren Fehler hat der Landkreis Hameln-Pyrmont im Missbrauchsfall von Lügde gemacht? Und hätten Sie vielleicht vermieden werden können? Unbestritten ist, dass das Jugendamt Hameln-Pyrmont dem kürzlich verurteilten alleinstehenden Dauercamper ein Pflegekind anvertraut hat. Das heute 8-jährige Mädchen ist zwei Jahre lang mehrfach missbraucht worden. Im Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat sich gestern (11.09.) erstmals die vom Land Niedersachsen eingesetzte Ermittlerin den Kreispolitikern vorgestellt. Christa Frenzel soll Behördenfehler aufarbeiten. Ruhig und sachlich, so lässt sich die Externe Ermittlerin Christa Frenzel beschreiben. Die gelernte Verwaltungsfachwirtin hat über zwanzig Jahre im Landtag, sowohl unter SPD-, als auch CDU Ministern gearbeitet und ist bis zum ihrem Ruhestand 2018 Stadträtin der Stadt Salzgitter gewesen. Bis zum 15.Januar 2020 hat Frenzel Zeit einen Abschlussbericht im Behördenversagen von Lügde zu Verfassen. Die CDU Fraktion zweifelt nach wie vor an der Unparteilichkeit Frenzels, weil sie SPD Mitglied ist. Die Ermittlerin entgegnet, dass sie während ihrer Dienstzeit Sachverhalte stets nach den Fakten und Daten beurteilte, und nicht nach der Parteizugehörigkeit.

Detmold: Urteil im Lügde-Prozess - lange Haftstrafen und Sicherungsverwahrung

Am Landgericht Detmold sind heute Morgen im sogenannten Lügder Prozess die Urteile verkündet worden. Die beiden Angeklagten müssen für lange Zeit ins Gefängnis. Das Landgericht Detmold hat Andreas V. und Mario S. zu Gesamtfreiheitsstrafen von dreizehn, bzw. zwölf Jahren verurteilt. Für beide Männer wurde anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Das Gericht ist damit nur geringfügig hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurückgeblieben, die Haftstrafen von vierzehn und zwölfeinhalb Jahren mit Sicherungsverwahrung gefordert hatte. Die Männer hatten hundertfach Kinder schwer missbraucht und teilweise die Taten gefilmt. 

Detmold/Lügde: Plädoyers der Verteidigung

Im Lügder -Missbrauchsprozess haben am Freitag die Verteidiger der Angeklagten ihre Plädoyers gehalten. Der Verteidiger des Hauptangeklagten Andreas V. hat - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - für eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren plädiert. Zum Thema Sicherungsverwahrung soll er sich nicht geäußert haben. Der Verteidiger des Mitangeklagten, Mario S. sagte, er habe keinen konkreten Strafantrag gestellt, angesichts des Geständnisses seines Mandanten aber um ein "möglichst großes vertretbares Entgegenkommen" gebeten. Die Staatsanwaltschaft hatte für Andreas V. aus Lügde 14 Jahre Haft gefordert und für Mario S. aus Steinheim 12 Jahre und 6 Monate, jeweils mit anschließender Sicherungsverwahrung. Das Urteil soll am 05. September gesprochen werden.

Lügde/Detmold: Missbrauchsprozess geht weiter

Im Prozess um den Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde sollen heute (30. August) die Plädoyers weiterer Nebenklagevertreter sowie die der Verteidiger gehört werden. Die beiden Angeklagten, Andreas V. (56) aus Lügde und Mario S. aus Steinheim (34), sollen über viele Jahre hinweg auf dem Campingplatz Minderjährige schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Das Urteil soll am 5. September verkündet werden. Die Hamelner Initiative „Kinder von Lügde“ macht sich für mehr unangemeldete Besuche von Jugendämtern bei Pflegekindern stark. Das forderte Sprecherin Ina Tolksdorf gestern im Sozialausschuss des niedersächsischen Landtages. Zudem haben die Abgeordnete im Ausschuss darüber beraten, ob die Einrichtung einer Kinderschutzkommission als Konsequenz aus den jahrelang unentdeckten Gewalttaten sinnvoll sein könnte. Die Gruppe „Kinder von Lügde“ hat für heute von 10 bis 18 Uhr eine Mahnwache am Marktplatz in Detmold angekündigt, unter dem Motto: GEMEINSAM AKTIV GEGEN MISSBRAUCH. Gegen 12 Uhr soll von dort ein Demonstrationszug zum Landgericht starten.

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