Lügde: Weitere Datenträger gefunden - Stellungnahme von Staatsanwaltschaft und Polizei

Veröffentlicht am Dienstag, 16. April 2019 11:21

Im Fall des Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde sind am Montag weitere Datenträger entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben am Abend eine gemeinsame Presseerklärung dazu herausgegeben. Demnach sind die elf Videokassetten, eine CD und eine Mini-CD obenauf in einem Container aufgefunden worden, in dem Abrissschutt von der Parzelle des Hauptbeschuldigten zur Entsorgung abgeladen worden war. Eine erste grobe Sichtung einiger Videokassetten habe bislang keine strafrechtlich relevanten Inhalte ergeben, sondern Unterhaltungssendungen. Die Auswertungen dauern an. Die Herkunft der Datenträger sei unklar, es werde auch in Erwägung gezogen, dass sie nachträglich auf den Schutt gelegt wurden. Im Zuge der Ermittlungen dazu sei die Polizei auf dem Campingplatz auf einen Geräteverschlag gestoßen, der ebenfalls abgerissen werden sollte, und der nach Auskunft des Platzbetreibers dem Hauptbeschuldigten zuzuordnen ist. Der Ermittlungskommission Eichwald sei das bislang nicht bekannt gewesen, der Betreiber behaupte, die Polizei darüber bereits vor längerer Zeit informiert zu haben. Der unverschlossene Verschlag, in dem sich Werkzeuge und Metallschrott befunden hätten, sei ebenfalls durchsucht worden. Gegenstände, die als Beweismittel in Frage kommen könnten, seien nicht gefunden worden.