Detmold/Lügde: Plädoyerverkündung im Lügder Missbrauchsfall

Veröffentlicht am Freitag, 16. August 2019 15:29

Am Landgericht Detmold sind heute (16.08) im Prozess zu den Missbrauchsfällen in Lügde die Plädoyers gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hat im Lügder Missbrauchsfall zum Ende des heutigen Verhandlungstages beim Hauptangeklagten Andreas V. für eine Haftstrafe von 14 Jahren plädiert. Für den zweiten Angeklagten, Mario S., wurde von der Staatsanwaltschaft eine Haft von 12 Jahren und 6 Monate mit anschließender Sicherungsverwahrung beantragt. Im Vorfeld hat sich außerdem eine Gutachterin auch beim Hauptangeklagten Andreas V. für eine anschließende Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Genau wie beim zweiten Angeklagten, dessen psychologisches Gutachten bereits gestern vorgetragen wurde, sieht sie aufgrund einer Pädophilie die Gefahr, dass der Mann auch nach langer Haft wiederholt straffällig werden könnte. Auch einige Nebenkläger-Vertreter haben heute ihre Plädoyers abgegeben. Unter anderem wurde sich dabei für eine Haft von 14 Jahren und 6 Monaten für Andreas V. ausgesprochen. Das ist aus Sicht des Hamelner Opferanwaltes Roman von Alvensleben allerdings keine optimale Lösung. Er befürwortet eine Berücksichtigung des Geständnisses zur Minderung des Strafmaßes. Die Urteilsverkündung im Lügder Missbrauchsfall wird am 5. September erwartet.