Im Studio: Alex Henke

Alex Henke

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Azubis in Niedersachsen haben ihren Betrieben und Schulen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Ein Drittel der Auszubildenden in Niedersachsen leistet regelmäßig Überstunden. Knapp zehn Prozent davon erhalten weder einen Ausgleich durch Freizeit noch durch Bezahlung. Auch Auszubildende unter 18 Jahren müssen zum Teil wöchentlich mehr als 40 Stunden arbeiten. Mehr als einem Viertel (28,3 Prozent) liegt kein betrieblicher Ausbildungsplan vor und die Abstimmung zwischen Betrieben und Berufsschulen ist oft schlecht. Das sind Ergebnisse des Reports zur Qualität der dualen Ausbildung, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen vorgestellt hat. Die Situation an den berufsbildenden Schulen bildet den diesjährigen Schwerpunkt des Ausbildungsreports. Weniger als die Hälfte der Befragten fühlt sich durch den Besuch der Berufsschule gut auf die theoretische Prüfung vorbereitet. Zwar bewerten knapp 60 Prozent die fachliche Qualität der Berufsschule als „sehr gut“ oder „gut“, aber die Abstimmung zwischen Betrieb und Berufsschule lässt überwiegend zu wünschen übrig. An der repräsentativen Befragung der Gewerkschaftsjugend haben sich 1.211 Auszubildende aus 18 der häufigsten Ausbildungsberufe im Zeitraum von September 2016 und Mai 2017 beteiligt. Es wurden Auszubildende aus allen Ausbildungsjahren und Betrieben unterschiedlichster Größe befragt.

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