Niedersachsen: Deutschland macht sich gegenüber der Türkei erpressbar

Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Oktober 2019 16:23

Am vergangenen Mittwoch hatten türkische Truppen mit Luftanschlägen und Bodenoffensiven begonnen, kurdische Einheiten in Syrien anzugreifen. Erdogan will eine sogenannte Sicherheitszone im Norden Syriens errichten, in der die über dreieinhalb Millionen syrischen Flüchtlinge aus der Türkei angesiedelt werden sollen. Jetzt äußert sich dazu die heimische Bundestagsabgeordnete der Linken… „Jetzt sind wir erpressbar“ – so beschreibt die heimische Bundestagsabgeordnete der Linken, Jutta Krellmann die Zahlungen Deutschlands an die Türkei für den Verbleib syrischer Flüchtlinge. Damit die über dreieinhalb Millionen syrischer Flüchtlinge in der Türkei bleiben, zahlt Deutschland der Türkei Geld. Laut Jutta Krellmann hat sich Deutschland damit erpressbar gemacht und somit kaum Möglichkeiten, etwas gegen den aktuellen Militäreinsatz der Türkei in Syrien zu unternehmen. Deutschland gebe die Verantwortung ab. Krellmann fordert deswegen, dass Deutschland sich künftig mehr um sichere Verhältnisse in den Herkunftsländern von Flüchtlingen kümmert. Und auch bei der Aufnahme geretteter Bootsflüchtlinge sollte Deutschland die Initiative ergreifen und als Vorbild dienen, so Krellmann.