Seit mehr als 100 Jahren werden salzhaltige Abwässer als Abfall des Kali-Bergbaus in die Werra und damit auch in die Weser eingeleitet. Die so deutlich erhöhte Konzentration an Chlorid-Ionen beeinträchtigt die Natur in und um die Weser – und der Klimawandel macht das nur noch schlimmer. Eigentlich sollte 2027 Schluss sein mit der Salzeinleitung. Doch nachdem die Entsorgung von Abwässern in der thüringischen Grube Springen aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht möglich ist, plant das hessische Unternehmen K+S, nun doch auch über 2027 hinaus salzhaltige Abwässer in die Werra einzuleiten. Britta Kellermann, Landtagsabgeordnete für die Grünen, sieht das kritisch. In dieser Sache haben die Landtagsgrünen zusammen mit der SPD vor etwa einem Monat einen Antrag gestellt: Die Landesregierung soll sich gegen das weitere Einleiten wehren. Die CDU-Fraktion signalisierte bereits Bereitschaft, einen gemeinsamen Antrag abzufassen.
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