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Für die Evakuierung am Sonntag hat die Stadt Hameln den Krisenstab außergewöhnliche Ereignisse SAE aktiviert. Dieser Krisenstab tritt immer dann zusammen, wenn besondere Gefahren schnelle, abgestimmte Entscheidungen erfordern und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung notwendig werden. Leiter des Stabes ist Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit Christian Campe. Zusammen mit der Ersten Stadträtin Martina Harms, Stadtkämmerer Matthias Struckmeyer und Stadtbaurat Markus Pfeiffer bildet er die administrative-organisatorische Einsatzleitung. Als politisch gesamtverantwortlich steht Oberbürgermeister Claudio Griese an der Spitze des Stabes. Alle anderen Aufgaben übernehmen Beschäftigte aus der Verwaltung. Unterstützt wird der Stab unter anderem vom Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Polizei.
Die Mitglieder des Stabes bilden das organisatorische Rückgrat eines Einsatzes. Während die Leitung strategische Entscheidungen trifft und die politische Spitze die Gesamtverantwortung trägt, sorgt der Stab dafür, dass all diese Entscheidungen praktisch umgesetzt werden können. Dafür gliedert er sich in verschiedene Funktionsbereiche, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt haben. Einige kümmern sich um Personal, Räume und grundlegende Abläufe, andere behalten die Gesamtlage im Blick, koordinieren Maßnahmen im Einsatzgebiet oder stellen sicher, dass alle beteiligten Organisationen reibungslos zusammenarbeiten. Wieder andere sorgen dafür, dass Material, Infrastruktur und Versorgung bereitstehen, oder bereiten Informationen so auf, dass Bevölkerung, Medien und Einsatzkräfte jederzeit wissen, was wichtig ist. Insgesamt entsteht so ein eng verzahntes System, in dem jede Funktion ihren Teil dazu beiträgt, dass ein komplexer Einsatz strukturiert, sicher und effizient ablaufen kann. Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse vorzuhalten. Die Stadt Hameln setzt dennoch auf diese Struktur, um im Ernstfall schneller und verlässlicher handeln zu können.
Wenn am Sonntag 8500 Hamelnerinnen und Hamelner ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, damit an der Springer Landstraße ein Blindgänger entschärft werden kann, tritt der Stab ab 4.30 Uhr seinen Dienst an. Im Schichtsystem bleiben die Stabsmitglieder bis zum Ende der Evakuierung im Einsatz. Über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dafür eingeplant. Die Arbeit des Stabes läuft bereits seit Wochen im Hintergrund. Täglich kamen die Mitglieder zusammen, um den Einsatztag detailliert zu planen, Abläufe zu koordinieren und mögliche Szenarien durchzuspielen. Am Evakuierungstag werde nur sichtbar, was zuvor seit Wochen vorbereitet worden ist. Ziel sei, dass dann alle Abläufe möglichst geordnet und reibungslos funktionieren. Am besten habe der Stab gearbeitet, wenn die Bürgerinnen und Bürger davon möglichst wenig merken, sagt Campe. Vor der aktuellen Evakuierung war der Stab außergewöhnliche Ereignisse zuletzt bei der Hochwasserlage im Dezember 2023 zusammengetreten.
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