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Sogenannte Callcenter-Betrüger haben im vergangenen Jahr mit gezielter Manipulation der Opfer Millionenschäden in Niedersachsen angerichtet. Mit dem Begriff Callcenter-Betrug fasst die Polizei Taten zusammen, die als «Enkeltrick», «Schockanruf» und «falsche Polizeibeamte» bekannt sind. Dabei gehe es um kein spontanes Täuschungsdelikt, sondern einen professionell organisierten, psychologisch gesteuerten Manipulationsprozess, teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen mit. Laut Landeskriminalamt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr landesweit 1.658 Fälle, darunter waren 355 vollendete Taten – der angerichtete Schaden lag bei knapp 8,5 Millionen Euro. Dazu kamen 6.178 Fälle mit Tatort im Ausland oder auch unbekanntem Tatort, aber mit Opfern, die in Niedersachsen leben. 131 dieser Fälle verursachten einen zusätzlichen Schaden von rund 2,5 Millionen Euro. Beim Betrug am Telefon inszenieren die Täter den Angaben zufolge ein fast perfektes Drehbuch. Binnen Sekunden entstehe eine emotionale Ausnahmesituation – das könnten etwa Unfall, Tod, drohende Haft, Gefahr von Kriminellen, aber auch hohe Rechnungen oder defekte Autos und Handys des eigenen Kindes oder Enkels sein. Das Landeskriminalamt riet, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen – oder zumindest niemals Bargeld oder Schmuck an Unbekannte zu übergeben, auch nicht an angebliche Polizeibeamte. Auch werde die Polizei niemals um Geld oder Wertsachen bitten. Im Zweifel sollten die Betroffenen das Gespräch unterbrechen und die 110 wählen, sie könnten zudem innerhalb der Familie ein Codewort für Notfälle vereinbaren. Vor allem mit älteren Familienmitgliedern sollte offen über diese Betrugsmaschen gesprochen werden.
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