Hameln-Pyrmont: Kinderarmut bleibt dringliches Thema im Landkreis

Veröffentlicht am Donnerstag, 03. Juni 2021 15:30

Kinder in Hameln-Pyrmont sind weit über Bundes- und Landesdurchschnitt von Armut betroffen. Das zeigen die aktuellen Zahlen, die jetzt im Sozialausschuss des Kreises vorgestellt wurden. Im Landkreis fallen rund 18 Prozent der Kinder unter die Zuwendungen des Sozialgesetzbuches Zwei. Im Bundes- und Landesdurchschnitt sind es rund 13 Prozent. Als Ursachen gelten prekäre Situationen von Alleinerziehenden, niedriger Bildungsstand, Migrationshintergrund bis hin zu kinderreichen Familien. Die Folgen sind Benachteiligungen, die sich auch gesundheitlich auswirken können bis hin zu langfristigen prekären Lebensbiografien. Die gelte es zu durchbrechen, sagt Liselotte Siefert vom deutschen roten Kreuz. Peter Kurbjuweit von den Linken wies außerdem auf die Notwendigkeit der Resolution hin, die der Kreistag demnächst beschließen solle. In ihr soll das Land aufgefordert werden, sich an den anfallenden Kosten zu beteiligen. Gehandelt werden müsse aber schon jetzt.