Aerzen: Unwetterschäden - Politik diskutiert über Ursachen und Gegenmaßnahmen

Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2021 12:02

Gleich zweimal innerhalb von drei Tagen hatten im Aerzener Kernort Wasser und Schlamm für erhebliche Schäden gesorgt. Im Bauausschuss und auch im Rat wurde in dieser Woche diskutiert, wie solche Schäden künftig verhindert oder zumindest verringert werden können. Der Ortsverband der Grünen geht davon aus, dass unter anderem die veraltete Kanalisation eine Rolle gespielt hat. Auch Bürgermeister Andreas Wittrock hält das für möglich. Thematisiert wurde auch, dass eine zunehmende Versiegelung von Flächen zu Überschwemmungen beitragen kann. Bei Neubaugebieten werde das im Flecken Aerzen bereits berücksichtigt, sagte Wittrock. Dort habe es am Wochenende auch keine Probleme gegeben. Geklärt werden soll zudem, wie bei der Bewirtschaftung der umliegenden Felder verhindert werden kann, dass der Boden von den Feldern auf die Straßen gespült wird - beispielsweise durch Parallelpflügen zum Hang oder das Anlegen von Wassergräben am Rand der Felder. Der Flecken werde das Gespräch mit den Landwirten suchen, könne aber nichts vorschreiben, so Wittrock. Darüber hinaus will der Flecken prüfen, für den betroffenen Bereich zusätzlich ein Regenrückhaltebecken anzulegen. Als erste Sofortmaßnahme gegen Unwetterschäden sollen die Wassergräben sorgfältiger freigehalten werden.