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Lügde:Leitender Ermittler im Missbrauchsfall suspendiert

Nach dem Verschwinden von Beweisen zu den Missbrauchsfällen in Lügde gibt es verstärkt Kritik an der Kreispolizeibehörde Lippe. Behördenchef und Landrat Axel Lehmann (SPD) sprach am Freitag in Detmold von "eklatanten Fehlleistungen" bei der Polizei. Ein leitender Kriminalbeamter sei suspendiert worden. Der Leiter der zuständigen "Direktion K" habe ihn zu spät über die 155 verschwundenen Datenträger informiert, sagte Lehmann. Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Beweise von einem Polizeianwärter gesichtet wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die 155 verschwundenen Datenträger nicht gestohlen, sondern verschlampt worden sein. Es seien handwerkliche Fehler gemacht worden, sagte Lehmann . Eine Sonderkommission soll nun weitere Defizite bei der Polizei in Lippe untersuchen.

Weserbergland: Stellungnahme zu den verschwundenen Beweismitteln im Lügder Missbrauchsfall

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat heute eine Stellungnahme zu den verschwundenen Beweismitteln im Lügder Missbrauchsfall herausgegeben. Demnach wurde die Staatsanwaltschaft erstmals letzte Woche Mittwoch (13.02.2019) mündlich darüber informiert, dass 155 sichergestellte CDs und DVDs nicht mehr auffindbar seien. Die schriftliche Meldung sei einen Tag später eingegangen. Demnach wurde das Fehlen zweier Asservate am 30. Januar bemerkt, als Asservate in einen eigens für die Ermittlungskommission Camping eingerichteten Raum im Gebäude der Kreispolizeibehörde Lippe umgelagert werden sollten. Es handelt sich dabei um zwei Behältnisse - eine schwarzen Mappe und einen Aluminiumkoffer – mit CDs und DVDs. Die Asservate seien nicht wieder aufgefunden worden. Seit Mittwoch 20.02.2019 seien Beamte des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen damit beschäftigt, bei nach den Asservaten zu suchen bzw. deren Verbleib zu klären. Die CDs und DVDs seien anscheinend kurz vor Weihnachten in einem Auswerteraum der Polizei gesichtet worden. Insbesondere sei die Möglichkeit überprüft worden, dass die Datenträger versehentlich mit Asservaten aus anderen Verfahren vermischt und an die dafür zuständigen Stellen abgegeben wurden. Eine Nachschau in den Asservatenkammern der Staatsanwaltschaft Detmold und des Polizeipräsidiums Bielefeld sei aber ergebnislos geblieben, heißt es in der Stellugnnahme der Staatsanwaltschaft.

Lügde: Ermittlungen zu sexuellem Missbrauch - Beweismaterial verschwunden

Bei den Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch in Lügde ist Beweismaterial verschwunden. Nach einem Bericht des WDR soll es sich um 155 CDs und DVDs handeln. Das Material soll nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul aus Räumen der Kripo verschwunden sein. Die Datenträger waren in einem Alukoffer aufbewahrt, der in einem Raum der Kripo im Kreis Lippe stand. Der Raum war nach Angaben des Ministers nur unzureichend gesichert. Zahlreiche Personen hätten Zugang gehabt. Die Kreispolizeibehörde Lippe hat eklatante Fehler bei den Ermittlungen im Missbrauchsfall Lügde eingeräumt. Die Behördenleitung hat einen unabhängigen, bislang nicht mit dem Fall betrauten Kommissariatsleiter beauftragt, die Vorgänge zu untersuchen. Seit Mittwoch ist auch das Landeskriminalamt (LKA) NRW im Auftrag des Innenministeriums NRW mit der Untersuchung befasst. 

Hameln-Pyrmont/Lügde: Keine Ermittlungen gegen Jugendamt?

Im Fall der mutmaßlichen sexuellen Missbrauchsfälle von Kindern in Lügde ist noch offen, ob gegen die zuständigen Jugendämter ermittelt wird. Auf Anfrage von radio aktiv gab es dazu keine Bestätigung des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Diese prüft die Berichte der Staatsanwaltschaft Detmold an das zuständige Justizministerium. Da die bisherigen Ausführungen der Staatsanwaltschaft Detmold nicht alle für die strafrechtliche Bewertung relevanten Gesichtspunkte erkennen ließen, sei um einen ergänzenden Bericht gebeten worden, teilte der Pressedezernent der Generalstaatsanwaltschaft Hamm, Timm Engel, mit. Dieser Bericht aus Detmold liege noch nicht vor.

Lügde: Wasserversorgungskonzept beschlossen

Mit den Maßnahmen soll eine mögliche Gefährdung der Versorgung ausgeschlossen werden. In dem Konzept wird das Wasserversorgungssystem der Gemeinde beschrieben, die aktuelle Wasserabgabe sowie der Wasserbedarf. Außerdem geht es um die Beschaffenheit des Wassers sowie die Transportwege. Enthalten ist zudem eine Gefährdungsanalyse. Fachbereichsleiter Planen und Bauen, Gregor Günnewich. Aktuell gäbe es keinen Anlass, sich bezüglich der Wasserversorgung Sorgen zu machen, sagte Günnewich. Auch hinsichtlich der Qualität des Wassers gebe es keine Bedenken. Lügde will auch in Zukunft bei der Wasserversorgung eigenständig bleiben, betonte Günnewich, auch wenn es immer mal wieder Verhandlungen mit den Stadtwerken Bad Pyrmont gebe. Die Wassergebühren sollen möglichst stabil bleiben, kündigte Günnewich an.

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