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Hameln-Pyrmont/Lügde: Keine Ermittlungen gegen Jugendamt?

Im Fall der mutmaßlichen sexuellen Missbrauchsfälle von Kindern in Lügde ist noch offen, ob gegen die zuständigen Jugendämter ermittelt wird. Auf Anfrage von radio aktiv gab es dazu keine Bestätigung des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Diese prüft die Berichte der Staatsanwaltschaft Detmold an das zuständige Justizministerium. Da die bisherigen Ausführungen der Staatsanwaltschaft Detmold nicht alle für die strafrechtliche Bewertung relevanten Gesichtspunkte erkennen ließen, sei um einen ergänzenden Bericht gebeten worden, teilte der Pressedezernent der Generalstaatsanwaltschaft Hamm, Timm Engel, mit. Dieser Bericht aus Detmold liege noch nicht vor.

Lügde: Wasserversorgungskonzept beschlossen

Mit den Maßnahmen soll eine mögliche Gefährdung der Versorgung ausgeschlossen werden. In dem Konzept wird das Wasserversorgungssystem der Gemeinde beschrieben, die aktuelle Wasserabgabe sowie der Wasserbedarf. Außerdem geht es um die Beschaffenheit des Wassers sowie die Transportwege. Enthalten ist zudem eine Gefährdungsanalyse. Fachbereichsleiter Planen und Bauen, Gregor Günnewich. Aktuell gäbe es keinen Anlass, sich bezüglich der Wasserversorgung Sorgen zu machen, sagte Günnewich. Auch hinsichtlich der Qualität des Wassers gebe es keine Bedenken. Lügde will auch in Zukunft bei der Wasserversorgung eigenständig bleiben, betonte Günnewich, auch wenn es immer mal wieder Verhandlungen mit den Stadtwerken Bad Pyrmont gebe. Die Wassergebühren sollen möglichst stabil bleiben, kündigte Günnewich an.

Lügde/Detmold: Im Kindesmissbrauchsfall in Lügde bleibt der Verdächtige aus Stade weiter in U-Haft

Das hat das Amtsgericht Detmold heute entschieden, nach dem der Anwalt des Mannes einen Haftprüfungstermin beantragt hatte. Gericht und Staatsanwaltschaft können nicht ausschließen, dass der 48-Jährige untertaucht, wenn er wieder auf freiem Fuß ist. Außerdem besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Detmold die Gefahr, dass der Mann auch weiterhin Kinderpornos guckt. Deshalb bleibt er jetzt erst mal in Haft. Der Mann soll 2010 und 2011 in zwei Fällen den Hauptverdächtigen aus Lügde über das Internet angestiftet haben, ein damals zehnjähriges Mädchen zu missbrauchen, um dann dabei zusehen zu dürfen. Der Mann ist teilgeständig – das heißt, dass er bereits zugeben hat, dabei zugesehen zu haben. Zum sexuellen Missbrauch aufgefordert habe er den Hauptverdächtigen aber nicht. Außerdem habe er den Kontakt zu dem Mann vom Campingplatz von sich aus abgebrochen.

Lügde: Weitere Missbrauchsopfer

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde gibt es neue Erkenntnisse. Die Zahl der Opfer ist erneut gestiegen. Bisher war von 29 missbrauchten Kindern die Rede, jetzt sind es 31. Davon 27 Mädchen und 4 Jungen im Alter zwischen vier und 13 Jahren. Die Polizei Bielefeld, die die Leitung in der Ermittlungsgruppe Eichwald übernommen hat, ist mittlerweile auf 51 Ermittler angewachsen. Dazu zählen auch Polizeibeamte aus anderen Behörden in Nordrhein-Westfalen, wie auch die Polizisten aus Detmold, die zunächst in der Ermittlungsgruppe Camping angefangen hatten. Nach wie vor geht es um die drei Verdächtigen aus Lügde, Steinheim und Stade, sowie Ermittlungen gegen Polizeibeamte wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt und gegen Mitarbeiter der Jugendämter in Detmold und Hameln-Pyrmont wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht. Wegen der laufenden Ermittlungen gibt es aber keine weiteren Hinweise zu Opfern, Tätern oder Umfeld.

 

Lügde: Erschrocken über Missbrauch in enger Umgebung

Der heimische SPD Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann zeigte sich erschrocken, dass in der engen Umgebung eines Campingplatzes über 10 Jahre Kinder missbraucht werden konnten.

In der Sendung Nachgefragt bei radio aktiv sagte Watermann, die Gesellschaft müsse wieder mehr aufeinander aufpassen.

Allerdings sei es sehr schwer, Anzeichen von sexueller Gewalt gegen Kinder zu erkennen, weil Täter oft eine Fassade um sich herum aufbauten. Oft kämen solche Verbrechen erst ans Tageslicht, wenn Opfer sich mitteilten.

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