Im Studio: Jan Hampe

Jan Hampe

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Lügde: Bilanz der Spurensuche und Spurensicherung auf dem Campingplatz

Im Rahmen der Ermittlungen zu den sexuellen Missbrauchsfällen in Lügde ist gestern 01.03. eine intensive und sehr kleinteilige Spurensuche und Spurensicherung der abgesperrten Tatorte auf dem Campingplatz abgeschlossen worden. Alle Gegenstände aus den teils vermüllten und chaotischen Behausungen der Beschuldigten wurden in einem Container zwischengelagert und untersucht, um den Verlust von Beweismitteln zu verhindern. Bei der Suche fand der Datenträgerspürhund einen USB-Stick in einer Sesselritze in der Behausung des Hauptbeschuldigten. Darüber hinaus stellten die Ermittler im Laufe der drei Tage dort weitere CDs, Disketten, SIM- und SD-Karten sowie Unterlagen sicher. In der Behausung des zweiten Beschuldigten wurden ebenfalls einige Datenträger, wie CDs, und Unterlagen sichergestellt. Insgesamt bewege sich die Menge der sichergestellten Gegenstände im mittleren zweistelligen Bereich. Eine Auswertung sei noch nicht erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Tatorte im Bereich Campingplatz bleiben zunächst weiterhin abgesperrt. Weitere Maßnahmen sind dort nach bisherigem Stand der Ermittlungen nicht geplant, sind aber im Rahmen der laufenden Ermittlungen auch nicht auszuschließen. Die Ermittlungskommission beabsichtigt, einige minderjährige Opfer erneut anzuhören. Aufgrund der laufenden Ermittlungen und der dadurch gewonnenen Erkenntnisse seien die erneuten Anhörungen trotz weiterer Belastung für die Opfer erforderlich. Es sollten damit aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse Verbindungen geklärt und Hinweise erlangt werden.

Lügde: Ermittler finden USB Stick

Im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs in Lügde, haben die Ermittler einen USB-Stick gefunden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mit. Zur weiteren Spurensuche und Spurensicherung hatte die Ermittlungskommission "Eichwald" des Polizeipräsidiums Bielefeld heute, 27.02.2019, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Detmold auf dem Campingplatz einen Datenträgerspürhund eingesetzt. Der Belgische Schäferhund, fand den USB Stick in einer Sesselritze in der Unterkunft des Hauptbeschuldigten. Der Datenträger wurde noch nicht auf Inhalte geprüft. Neben dem USB-Stick wurden noch weitere Datenträger gefunden. Staatsanwaltschaft und Polizei werten die umfangreichen Maßnahmen daher als Erfolg. Morgen, 28.02.2019, werden Spurensuche und Spurensicherung fortgesetzt. Auch der Spürhund wird dabei wieder zum Einsatz kommen. Wie berichtet wird mittlerweile auch gegen einen siebten, 16-jährigen Beschuldigten wegen des Verdachts des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt. Ob dieser Minderjährige selbst auch Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, wird von den Ermittlern geprüft.  Weitere Einzelheiten hat die Polizei aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilen.

Lügde: Nach Missbrauchsfällen - Behörde neu aufgestellt

Nach den Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde hat das nordrhein-westfälische Innenministerium die Führung der Behörde kurzfristig neu aufgestellt. Das hat der Kreis Lippe bestätigt. Der bisherige Polizeidirektor wird zum Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten versetzt. Die Nachfolge übernimmt kommissarisch Kriminaloberrätin Margit Picker, die bislang beim Landeskriminalamt NRW tätig war. Die Leitung der Direktion Kriminalität wird neu besetzt. Diese Aufgabe übernimmt bis Ende Mai Kriminaloberrat Matthias Brand vom Polizeipräsidium Bielefeld. Schlüsselpositionen seien damit kurzfristig wieder besetzt, so dass die weitere Aufarbeitung der Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe umgehend angegangen und die Behörde zukunftsgerichtet neu aufgestellt werden könne, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

Lügde: Missbrauch auf Campingplatz - Ermittlungen gegen sieben Beschuldigte

In Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde wird mittlerweile gegen sieben Beschuldigte ermittelt. Neben drei Beschuldigten, die direkt am Missbrauch beteiligt gewesen sein sollen und in Untersuchungshaft sitzen, sowie drei weiteren Männern, gegen die wegen Strafvereitelung, bzw. Beihilfe ermittelt wird, ist jetzt auch ein Jugendlicher ins Visier der Ermittler geraten. Der Minderjährige steht im Verdacht, kinderpornographisches Material besessen zu haben. Das haben die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mitgeteilt. Die Ermittlungen gegen Polizeibeamte und gegen Mitarbeiter von Jugendämtern würden in einer gesonderten, fünfköpfigen Ermittlungskommission geführt.Die Ermittlungskommission habe nach den bisherigen Erkenntnissen keine Belege dafür, dass Polizeibeamte in die Taten involviert waren oder diese geduldet haben. Auch Mutmaßungen rund um gemeinsame Vereinsaktivitäten von Beschuldigten und Polizeibeamten hätten sich bislang nicht bestätigt. Die Zahl der identifizierten Opfer habe sich nicht verändert. Bislang seien 31 minderjährige Opfer identifiziert, darunter 27 Mädchen und vier Jungen.

Lügde: Missbrauchsfall zieht immer weitere Kreise

Aus dem Missbrauchsfall von Lügde scheint ein Polizeiskandal geworden zu sein… verschwundene Beweismittel und eine zögerliche Informationspolitik werden kritisiert. Unterdessen gibt es Medienberichte, dass möglicherweise ein weiterer Dauercamper in den Missbrauchsfall in Lügde verwickelt sein könnte. Der Mann aus Steinheim soll im April 2018 eine damals 15-Jährige vergewaltigt haben. Der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages kommt heute (26.02.2019) zu einer Sondersitzung zusammen. Auf Antrag von SPD und Grünen soll Innenminister Herbert Reul (CDU) über die Missbrauchsfälle berichten. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft sind 155 CDs und DVDs verschwunden, die bei dem Hauptverdächtigen gefunden worden waren. Am Donnerstag 28.02. will sich der Niedersächsische Landtag auf Antrag von CDU und Grünen mit dem Fall befassen.

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