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Lügde/ Hameln-Pyrmont: Klage gegen Länder und Behörde?

Der Hamelner Rechtsanwalt Roman von Alvensleben erwägt eine Klage gegen die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachen sowie den Landkreis Hameln-Pyrmont. Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde, vertritt der Anwalt eines der mindestens 31 Opfer. Konkret gehe es bei der Klage um einen möglichen Fall von Amtshaftung, sagte von Alvensleben. Die beteiligten Behörden seien einer Anzeige und vielfältigen Hinweisen auf Missbrauch im Jahr 2016 nicht ausreichend nachgegangen. Hätten die Behörden eingegriffen, wäre seine Mandantin, ein zehn Jahre altes Mädchen, 2018 nicht missbraucht worden, so von Alvensleben. Auf einem Campingplatz in Lügde sollen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren eine Vielzahl von Kindern missbraucht worden sein. Inzwischen gibt es sieben Tatverdächtige. Drei sitzen in Untersuchungshaft.

Lügde: Weitere Durchsuchungen und Polizisten vernommen

Am Montag und heute gab es weitere Durchsuchungen im Missbrauchsfall auf dem Campingplatz in Lügde. Die Ermittlungskommission „Eichwald“ durchsuchte einen weiteren Wohnwagen, der dem Beschuldigten zuzuordnen ist. Außerdem wurden die Wohnungen des 56-Jährigen durchsucht. Während der laufenden Ermittlungen des Polizeipräsidiums Bielefeld wurde bei der Polizei Höxter ein Einbruchsversuch in einen Kellerraum in Steinheim angezeigt. Die Tatzeit lag zwischen dem 30. Januar und dem 3. Februar. Der Abstellraum wies eine stark beschädigte Eingangstür auf, die sich im Anschluss nicht mehr öffnen ließ. Gegenstände sollen nicht entwendet worden sein. Der Raum soll zeitweise durch den 33-jährigen Beschuldigten mitbenutzt worden sein. Bislang ist ein Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Lügde nicht erkennbar. Die Ermittlungskommissionen haben nach den bisherigen Erkenntnissen keine Belege dafür, dass Polizeibeamte in die Taten involviert waren oder diese geduldet haben. Aufgrund von Hinweisen waren Beamte vernommen worden - Durchsuchungen in Wohnungen von Polizeibeamten fanden jedoch nicht statt. Nach wie vor ermittelt die Ermittlungskommission Eichwald gegen sieben Beschuldigte. Ein Tatverdacht gegen weitere Personen besteht derzeit nicht, heißt es.

Lügde: Bilanz der Spurensuche und Spurensicherung auf dem Campingplatz

Im Rahmen der Ermittlungen zu den sexuellen Missbrauchsfällen in Lügde ist gestern 01.03. eine intensive und sehr kleinteilige Spurensuche und Spurensicherung der abgesperrten Tatorte auf dem Campingplatz abgeschlossen worden. Alle Gegenstände aus den teils vermüllten und chaotischen Behausungen der Beschuldigten wurden in einem Container zwischengelagert und untersucht, um den Verlust von Beweismitteln zu verhindern. Bei der Suche fand der Datenträgerspürhund einen USB-Stick in einer Sesselritze in der Behausung des Hauptbeschuldigten. Darüber hinaus stellten die Ermittler im Laufe der drei Tage dort weitere CDs, Disketten, SIM- und SD-Karten sowie Unterlagen sicher. In der Behausung des zweiten Beschuldigten wurden ebenfalls einige Datenträger, wie CDs, und Unterlagen sichergestellt. Insgesamt bewege sich die Menge der sichergestellten Gegenstände im mittleren zweistelligen Bereich. Eine Auswertung sei noch nicht erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Tatorte im Bereich Campingplatz bleiben zunächst weiterhin abgesperrt. Weitere Maßnahmen sind dort nach bisherigem Stand der Ermittlungen nicht geplant, sind aber im Rahmen der laufenden Ermittlungen auch nicht auszuschließen. Die Ermittlungskommission beabsichtigt, einige minderjährige Opfer erneut anzuhören. Aufgrund der laufenden Ermittlungen und der dadurch gewonnenen Erkenntnisse seien die erneuten Anhörungen trotz weiterer Belastung für die Opfer erforderlich. Es sollten damit aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse Verbindungen geklärt und Hinweise erlangt werden.

Lügde: Ermittler finden USB Stick

Im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs in Lügde, haben die Ermittler einen USB-Stick gefunden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mit. Zur weiteren Spurensuche und Spurensicherung hatte die Ermittlungskommission "Eichwald" des Polizeipräsidiums Bielefeld heute, 27.02.2019, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Detmold auf dem Campingplatz einen Datenträgerspürhund eingesetzt. Der Belgische Schäferhund, fand den USB Stick in einer Sesselritze in der Unterkunft des Hauptbeschuldigten. Der Datenträger wurde noch nicht auf Inhalte geprüft. Neben dem USB-Stick wurden noch weitere Datenträger gefunden. Staatsanwaltschaft und Polizei werten die umfangreichen Maßnahmen daher als Erfolg. Morgen, 28.02.2019, werden Spurensuche und Spurensicherung fortgesetzt. Auch der Spürhund wird dabei wieder zum Einsatz kommen. Wie berichtet wird mittlerweile auch gegen einen siebten, 16-jährigen Beschuldigten wegen des Verdachts des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt. Ob dieser Minderjährige selbst auch Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, wird von den Ermittlern geprüft.  Weitere Einzelheiten hat die Polizei aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilen.

Lügde: Nach Missbrauchsfällen - Behörde neu aufgestellt

Nach den Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde hat das nordrhein-westfälische Innenministerium die Führung der Behörde kurzfristig neu aufgestellt. Das hat der Kreis Lippe bestätigt. Der bisherige Polizeidirektor wird zum Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten versetzt. Die Nachfolge übernimmt kommissarisch Kriminaloberrätin Margit Picker, die bislang beim Landeskriminalamt NRW tätig war. Die Leitung der Direktion Kriminalität wird neu besetzt. Diese Aufgabe übernimmt bis Ende Mai Kriminaloberrat Matthias Brand vom Polizeipräsidium Bielefeld. Schlüsselpositionen seien damit kurzfristig wieder besetzt, so dass die weitere Aufarbeitung der Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe umgehend angegangen und die Behörde zukunftsgerichtet neu aufgestellt werden könne, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

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