Im Studio: Marvin Weiß

Marvin Weiß

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Lügde: Nach Missbrauchsfällen - Behörde neu aufgestellt

Nach den Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde hat das nordrhein-westfälische Innenministerium die Führung der Behörde kurzfristig neu aufgestellt. Das hat der Kreis Lippe bestätigt. Der bisherige Polizeidirektor wird zum Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten versetzt. Die Nachfolge übernimmt kommissarisch Kriminaloberrätin Margit Picker, die bislang beim Landeskriminalamt NRW tätig war. Die Leitung der Direktion Kriminalität wird neu besetzt. Diese Aufgabe übernimmt bis Ende Mai Kriminaloberrat Matthias Brand vom Polizeipräsidium Bielefeld. Schlüsselpositionen seien damit kurzfristig wieder besetzt, so dass die weitere Aufarbeitung der Fehlleistungen in der Kreispolizeibehörde Lippe umgehend angegangen und die Behörde zukunftsgerichtet neu aufgestellt werden könne, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

Lügde: Missbrauch auf Campingplatz - Ermittlungen gegen sieben Beschuldigte

In Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde wird mittlerweile gegen sieben Beschuldigte ermittelt. Neben drei Beschuldigten, die direkt am Missbrauch beteiligt gewesen sein sollen und in Untersuchungshaft sitzen, sowie drei weiteren Männern, gegen die wegen Strafvereitelung, bzw. Beihilfe ermittelt wird, ist jetzt auch ein Jugendlicher ins Visier der Ermittler geraten. Der Minderjährige steht im Verdacht, kinderpornographisches Material besessen zu haben. Das haben die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mitgeteilt. Die Ermittlungen gegen Polizeibeamte und gegen Mitarbeiter von Jugendämtern würden in einer gesonderten, fünfköpfigen Ermittlungskommission geführt.Die Ermittlungskommission habe nach den bisherigen Erkenntnissen keine Belege dafür, dass Polizeibeamte in die Taten involviert waren oder diese geduldet haben. Auch Mutmaßungen rund um gemeinsame Vereinsaktivitäten von Beschuldigten und Polizeibeamten hätten sich bislang nicht bestätigt. Die Zahl der identifizierten Opfer habe sich nicht verändert. Bislang seien 31 minderjährige Opfer identifiziert, darunter 27 Mädchen und vier Jungen.

Lügde: Missbrauchsfall zieht immer weitere Kreise

Aus dem Missbrauchsfall von Lügde scheint ein Polizeiskandal geworden zu sein… verschwundene Beweismittel und eine zögerliche Informationspolitik werden kritisiert. Unterdessen gibt es Medienberichte, dass möglicherweise ein weiterer Dauercamper in den Missbrauchsfall in Lügde verwickelt sein könnte. Der Mann aus Steinheim soll im April 2018 eine damals 15-Jährige vergewaltigt haben. Der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages kommt heute (26.02.2019) zu einer Sondersitzung zusammen. Auf Antrag von SPD und Grünen soll Innenminister Herbert Reul (CDU) über die Missbrauchsfälle berichten. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft sind 155 CDs und DVDs verschwunden, die bei dem Hauptverdächtigen gefunden worden waren. Am Donnerstag 28.02. will sich der Niedersächsische Landtag auf Antrag von CDU und Grünen mit dem Fall befassen.

Lügde:Leitender Ermittler im Missbrauchsfall suspendiert

Nach dem Verschwinden von Beweisen zu den Missbrauchsfällen in Lügde gibt es verstärkt Kritik an der Kreispolizeibehörde Lippe. Behördenchef und Landrat Axel Lehmann (SPD) sprach am Freitag in Detmold von "eklatanten Fehlleistungen" bei der Polizei. Ein leitender Kriminalbeamter sei suspendiert worden. Der Leiter der zuständigen "Direktion K" habe ihn zu spät über die 155 verschwundenen Datenträger informiert, sagte Lehmann. Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Beweise von einem Polizeianwärter gesichtet wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die 155 verschwundenen Datenträger nicht gestohlen, sondern verschlampt worden sein. Es seien handwerkliche Fehler gemacht worden, sagte Lehmann . Eine Sonderkommission soll nun weitere Defizite bei der Polizei in Lippe untersuchen.

Weserbergland: Stellungnahme zu den verschwundenen Beweismitteln im Lügder Missbrauchsfall

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat heute eine Stellungnahme zu den verschwundenen Beweismitteln im Lügder Missbrauchsfall herausgegeben. Demnach wurde die Staatsanwaltschaft erstmals letzte Woche Mittwoch (13.02.2019) mündlich darüber informiert, dass 155 sichergestellte CDs und DVDs nicht mehr auffindbar seien. Die schriftliche Meldung sei einen Tag später eingegangen. Demnach wurde das Fehlen zweier Asservate am 30. Januar bemerkt, als Asservate in einen eigens für die Ermittlungskommission Camping eingerichteten Raum im Gebäude der Kreispolizeibehörde Lippe umgelagert werden sollten. Es handelt sich dabei um zwei Behältnisse - eine schwarzen Mappe und einen Aluminiumkoffer – mit CDs und DVDs. Die Asservate seien nicht wieder aufgefunden worden. Seit Mittwoch 20.02.2019 seien Beamte des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen damit beschäftigt, bei nach den Asservaten zu suchen bzw. deren Verbleib zu klären. Die CDs und DVDs seien anscheinend kurz vor Weihnachten in einem Auswerteraum der Polizei gesichtet worden. Insbesondere sei die Möglichkeit überprüft worden, dass die Datenträger versehentlich mit Asservaten aus anderen Verfahren vermischt und an die dafür zuständigen Stellen abgegeben wurden. Eine Nachschau in den Asservatenkammern der Staatsanwaltschaft Detmold und des Polizeipräsidiums Bielefeld sei aber ergebnislos geblieben, heißt es in der Stellugnnahme der Staatsanwaltschaft.

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