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Lügde: Vorbereitungen für Osterräderlauf

In Lügde steht das Ereignis des Jahres bevor - der Osterräderlauf am Abend des Ostersonntags. Dazu werden wieder mehrere tausend Besucher erwartet. Das Stopfen der Osterräder startet am Sonntag ab 15 Uhr. Am Abend werden die Räder bei Einbruch der Dunkelheit angezündet und vom Osterberg ins Tal der Emmer gerollt. Der Osterräderlauf am Sonntagabend endet mit einem Feuerwerk. Ausrichter dieses uralten Brauchtums ist der Dechenverein mit über 500 Mitgliedern.

Lügde: Innenministerium begleitet Ermittlungen

Nach der Pannenserie bei der Aufklärung der Missbrauchsfälle in Lügde begleiten Beamte des Innenministeriums nun die Ermittlungen vor Ort. Das "Westfalen-Blatt" hatte am Freitag (19.04.2019) berichtet, das Polizeipräsidium Bielefeld sei "unter Dienst- und Fachaufsicht gestellt" worden. Das Ministerium betonte aber gegenüber dem WDR, es handle sich dabei nicht um eine disziplinarische Maßnahme. Das Ziel des Ministeriums sei, "sich einen Eindruck der Ermittlungsarbeit und einen Überblick über die Abläufe zu verschaffen". Nach den Osterfeiertagen sollten weitere Fachleute folgen. Gleich mehrmals waren den ermittelnden Beamten schwere Fehler bei der Spurensicherung nachgewiesen worden. Erst am Dienstag (16.04.2019) hatten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" eine weitere Ermittlungspanne öffentlich gemacht. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten offenbar bei der Durchsuchung des mutmaßlichen Tatorts auf einem Campingplatz in Lügde einen Schuppen des Hauptbeschuldigten völlig ignoriert. Erst nachdem der Verschlag von einem Abbruchunternehmer leergeräumt worden war, fiel der Fehler auf. Ob Beweismaterial zerstört wurde, ist nicht geklärt.

Lügde: Nachträglich Datenträger gefunden

Die nachträglich gefundenen Datenträger im Missbrauchsfall von Lügde seien für den Prozess unerheblich. Das teilte die Staatsanwaltschaft Detmold gegenüber mehreren Medien mit. Dass betreffe die Datenträger, die bei den Abrissarbeiten der Behausung auf dem Campingplatz in Lügde-Elbrinxen gefunden worden sind. Weitere Ermittlungen der Polizei auf dem Campingplatz in Lügde-Elbrinxen werde es nicht geben. Für das für Juni geplante Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern seien die vorliegenden Zeugenaussagen wichtiger als die Dateien. Weiterhin unklar ist, ob Beweismaterial bei den Abrissarbeiten möglicherweise verbrannt wurde. Die Polizei wusste bis Montag nicht, dass zu der Parzelle auf dem Campingplatz ein Geräteschuppen gehört, der von dem mutmaßlichen Haupttäter genutzt wurde.

Lügde: Neues Verkehrskonzept für Lippe in Arbeit

Die kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe arbeitet an einem neuen Verkehrskonzept, von dem auch Lügde profitieren soll. Das sogenannte multimodale Verkehrskonzept sei eine Verknüpfung verschiedener Angebot – von Bus und Bahn über das Fahrrad bis hin zum Individualverkehr, sagt Fachbereichsleiterin Carolin Nasse von der Stadt Lügde. Für dieses komplexe System wird derzeit eine einheitliche Internetplattform entwickelt. Die App soll den Kunden zur Information, Buchung und Bezahlung dienen. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr besser, übersichtlicher und schneller zu gestalten. Auch für die bekannteste Buslinie 732 von Pyrmont bis Lemgo sind Verbesserungen geplant. So sollen die Taktung verdichtet, die Zahl der Fahrten erhöht und die Fahrpläne der verschiedenen Linien besser aufeinander abgestimmt werden.Damit soll auch der Verkehrsfluss insgesamt beschleunigt werden.Aktuell werde überlegt, wo in Lüdge ein zentraler Knotenpunkt für den Busverkehr eingerichtet werden könnte. Aber auch die Dörfer sollen in dem neuen Konzept mit eingebunden werden, so Nasse.Die engere Taktung für den Busverkehr soll im Herbst eingeführt werden.

Lügde: Weitere Datenträger gefunden - Stellungnahme von Staatsanwaltschaft und Polizei

Im Fall des Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde sind am Montag weitere Datenträger entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben am Abend eine gemeinsame Presseerklärung dazu herausgegeben. Demnach sind die elf Videokassetten, eine CD und eine Mini-CD obenauf in einem Container aufgefunden worden, in dem Abrissschutt von der Parzelle des Hauptbeschuldigten zur Entsorgung abgeladen worden war. Eine erste grobe Sichtung einiger Videokassetten habe bislang keine strafrechtlich relevanten Inhalte ergeben, sondern Unterhaltungssendungen. Die Auswertungen dauern an. Die Herkunft der Datenträger sei unklar, es werde auch in Erwägung gezogen, dass sie nachträglich auf den Schutt gelegt wurden. Im Zuge der Ermittlungen dazu sei die Polizei auf dem Campingplatz auf einen Geräteverschlag gestoßen, der ebenfalls abgerissen werden sollte, und der nach Auskunft des Platzbetreibers dem Hauptbeschuldigten zuzuordnen ist. Der Ermittlungskommission Eichwald sei das bislang nicht bekannt gewesen, der Betreiber behaupte, die Polizei darüber bereits vor längerer Zeit informiert zu haben. Der unverschlossene Verschlag, in dem sich Werkzeuge und Metallschrott befunden hätten, sei ebenfalls durchsucht worden. Gegenstände, die als Beweismittel in Frage kommen könnten, seien nicht gefunden worden.

 

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