UKW  99,3 + 94,8     Kabel 102,9

Hameln-Pyrmon/Lügde: Landkreis weist Vorwürfe zurück

Im Missbrauchsfall von Lügde hatte sich (am Sonntag) jetzt erstmals der leibliche Vater der Pflegetochter des Hauptbeschuldigten geäußert und hatte schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont erhoben. Er kritisiert, dass er aus der Presse von dem Missbrauch seiner eigenen Tochter erfahren habe. Der heute 25-Jährige beteuert, dass er zufällig davon erfahren habe, dass das Jugendamt seine Tochter in die Obhut eines Dauercampers gegeben habe. Er habe das Jugendamt mehrfach angerufen und seinen Protest auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, nachdem er bei Besuchsversuche durch den Pflegevater und Hauptbeschuldigten vom Campingplatz vertrieben worden sei. Jetzt hat der Landkreis Hameln-Pyrmont Stellung zu den Vorwürfen genommen, die der Mann in einer Fernsehsendung des NDR geäußert hatte. In der Stellungnahme des Landkreises heißt es: Der Kindsvater habe die Vaterschaft nicht anerkannt, diese wurde vielmehr vom Amtsgericht im Rahmen eines Vaterschaftsfeststellungsverfahrens per Beschluss festgestellt. Er habe zu keinem Zeitpunkt ein Umgangsrecht oder das Sorgerecht für seine Tochter beantragt, auch Unterhaltszahlungen habe der Kindsvater zu keinem Zeitpunkt geleistet. Seit 2014 gebe es in den Akten keinen Hinweis mehr auf Besuchskontakte zwischen Vater und Tochter. Nachdem der Kindsvater Anfang Februar 2019 mit dem Jugendamt in Kontakt getreten sei, habe es inzwischen mehrere Gespräche im Jugendamt gegeben, an denen er beteiligt wurde, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises. Zur politischen Bewertung nimmt Landrat Tjark Bartels deutlich Stellung – Bartels wörtlich: „Von allen Beteiligten ist der Landkreis die einzige Behörde, die von Beginn an detailliert informiert und von sich aus Fehler benannt hat. Gleichzeitig sehen wir es als unsere Verantwortung an, Konzepte und Lösungen zu entwickeln, um Missbrauch viel früher zu entdecken.“

Lügde: Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde hat es Ermittlungen gegen zwei weitere Beschuldigte gegeben

In Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde hat es Ermittlungen gegen zwei weitere Beschuldigte gegeben. Das bestätigen die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Erklärung. Gegen einen 21-jährigen Mann wird wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Des Weiteren wurde ein Verfahren gegen eine 63-jährige Mutter eines Opfers eingeleitet -wegen des Verdachts der Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Dieses Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Detmold mittlerweile eingestellt. Aktuell wird somit gegen acht Beschuldigte ermittelt. Nach wie vor befinden sich drei Beschuldigte in Untersuchungshaft. Weitere Auskünfte zu in Rede stehenden Taten und zu personenbezogenen Informationen der Beschuldigten werden aufgrund der laufenden Ermittlungen und aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht erteilt, heißt es in der Erklärung.

Lügde: Johannes-Gigas-Schule soll Vorzeigeprojekt werden

In Lügde soll spätestens im Oktober der geplante Umbau der Johannes-Gigas-Schule beginnen. Der Bauausschuss der Stadt hat sich jetzt noch einmal mit den Planungen für das Projekt beschäftigt. Die Schule soll als Bildungs- und Kulturcampus mit einem sogenannten Klimatikum zu einem Vorzeigeprojekt werden. Zu den Besonderheiten bei dem Bauprojekt gehören unter anderem nachhaltiges Fassadenmaterial, wartungsfreie Fenster aus Aluminium, ein Hybrid Belüftungssystem und ein komplett bepflanztes Dach. Teilbereiche sollen zudem mit Holz verkleidet werden und sogar Nistkästen für Vögel sind geplant. Die Bauarbeiten sollen bei laufendem Betrieb durchgeführt werden und dauern voraussichtlich drei Jahre. Die Stadt rechnet für den Umbau der Johannes-Gigas-Schule mit rund acht Millionen Euro Fördergeld. Die Gesamtkosten werden mit 14,5 Millionen Euro angegeben. Im Haushaltsplan sind vorausschauend 17 Millionen Euro eingeplant.

Lügde: Zahl der Missbrauchsopfer auf 41 gestiegen

Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben mittlerweile 41 Opfer identifiziert und gehen noch elf Verdachtsfällen nach. Ermittlungen hätten dazu geführt, dass aus einem der bislang zwölf Verdachtsfälle ein Opferfall wurde. Darüber hinaus konnte ein Verdachtsfall ausgeräumt werden und ein neuer kam hinzu, heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die heute Mittag veröffentlicht wurde. Neben den Ermittlungen führe die Polizei Bielefeld aber auch umfangreiche Maßnahmen zum Opferschutz durch. Unter anderem seien bislang 45 Opferschutzgespräche geführt worden.Ziel sei es, für Opfer und Angehörige eine umfassende Betreuung während des gesamten Verfahrens sicherzustellen.So hätten die betroffenen Familien fortwährend die Möglichkeit, Kontakt mit den Betreuungsbeamten, bzw. der Polizei aufzunehmen. Sie erhielten Informationsmaterial, würden über Opferschutzmaßnahmen aufgeklärt und bei der Kontaktaufnahme mit Hilfsorganisationen unterstützt. Die Sorgeberechtigten würden zudem über den Ablauf des Strafverfahrens und rechtliche Möglichkeiten der Nebenklage informiert, ebenso wie über mögliche zivilrechtliche Forderungen und Antragstellungen nach dem Opferentschädigungsgesetz. Bei Bedarf und mit Einverständnis der Eltern könnten auch die betroffenen Kinder betreut und auf Vernehmungen oder andere polizeiliche Maßnahmen vorbereitet werden.

 

 

Lügde: Tatort Campingplatz - errneut CD-ROM mit Kinderpornos gefunden

Auf dem Campingplatz von Lügde im Kreis Lippe ist erneut eine weitere CD-ROM mit kinderpornografischem Material gefunden worden. Die CD sei sichergestellt worden, bestätigte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in Düsseldorf, nachdem ein Abbruchunternehmer die Parzelle und die Behausung des Hauptverdächtigen Mitte April abgerissen und dabei 17 meist ältere Datenträger gefunden habe. Im Rahmen einer Sondersitzung des Innenausschusses des NRW-Landtags in Düsseldorf gab Reul bekannt, er habe die Ermittlungskommission (EK) "Eichwald" nochmals auf nun 79 Mitglieder aufgestockt. Die Staatsanwaltschaft Detmold hatte ihre Ermittlungen auf dem Platz bereits Ende März eingestellt und das Gelände freigegeben. Erst danach hatte der Abbruchunternehmer die Datenträger gefunden. Wo, das weiß der Abrissunternehmer Christopher Wienberg bis heute nicht, sie fielen ihm vor die Füße, als er Schutt verlud. Die Polizei behauptet, die Datenträger waren in einem doppelten Boden. Die Beamten können es aber nicht wissen - sie waren nicht beim Abriss dabei. Auch war ein naher Geräteschuppen, zu dem der Hauptverdächtige Zugang hatte, nie durchsucht worden. Der Minister räumte am Dienstag ein, dies sei erneut "ein Fehler" gewesen.

Sie hören die Sendung

Spätlese - Das Seniorenmagazin

es läuft...
radio aktiv aktuell - das Weserbergland-Wetter

Wetter


Mail ins Studio

Sicherheitsabfrage:
Neun weniger drei ist gleich:

end faq

Adresse

radio aktiv e.V.
Deisterallee 3
31785 Hameln
Tel: 05151 5555 55
FAX: 05151 5555 33
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

radio aktiv

 

Niedersachsens lokale Nr. 1

 

 


©2020 Radio Aktiv