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Lügde: Weitere Datenträger gefunden - Stellungnahme von Staatsanwaltschaft und Polizei

Im Fall des Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde sind am Montag weitere Datenträger entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben am Abend eine gemeinsame Presseerklärung dazu herausgegeben. Demnach sind die elf Videokassetten, eine CD und eine Mini-CD obenauf in einem Container aufgefunden worden, in dem Abrissschutt von der Parzelle des Hauptbeschuldigten zur Entsorgung abgeladen worden war. Eine erste grobe Sichtung einiger Videokassetten habe bislang keine strafrechtlich relevanten Inhalte ergeben, sondern Unterhaltungssendungen. Die Auswertungen dauern an. Die Herkunft der Datenträger sei unklar, es werde auch in Erwägung gezogen, dass sie nachträglich auf den Schutt gelegt wurden. Im Zuge der Ermittlungen dazu sei die Polizei auf dem Campingplatz auf einen Geräteverschlag gestoßen, der ebenfalls abgerissen werden sollte, und der nach Auskunft des Platzbetreibers dem Hauptbeschuldigten zuzuordnen ist. Der Ermittlungskommission Eichwald sei das bislang nicht bekannt gewesen, der Betreiber behaupte, die Polizei darüber bereits vor längerer Zeit informiert zu haben. Der unverschlossene Verschlag, in dem sich Werkzeuge und Metallschrott befunden hätten, sei ebenfalls durchsucht worden. Gegenstände, die als Beweismittel in Frage kommen könnten, seien nicht gefunden worden.

 

Lügde: Nach Fund weiterer Datenträger - Polizei und Staatsanwaltschaft sehen keine Versäumnisse bei Tatortunterschungen

Nach dem Fund von weiteren Datenträgern bei Abrissarbeiten auf der Campingplatz-Parzelle des Hauptbeschuldigten im Kindesmissbrauchsfall von Lügde sehen Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld keine Versäumnisse bei den vorhergegangenen Tatortuntersuchungen. Ende vergangenen Woche waren bei den Abbrucharbeiten noch zwei CDs und zwei Disketten gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Datenträger in einem Zwischenraum des doppelten, fest verbauten Holzbodens im Wohnwagen des Beschuldigten befunden haben. Aufgrund von Beschädigungen lasse sich aktuell lediglich eine CD teilweise auslesen. Nach bisherigem Kenntnisstand handele es sich bei den Inhalten auf der CD nicht um relevante Daten, die auf weitere Opfer oder andauernden Missbrauch schließen ließen. Im Übrigen sei nach Einschätzung von Staatsanwaltschaft die Relevanz von Datenträgern für die Beweisführung hinsichtlich der Missbrauchstaten geringer anzusehen, als in der öffentlichen Berichterstattung vermittelt Die Ermittlungskommission habe vor der Freigabe der Tatorte dort eine intensive, sehr kleinteilige Untersuchung betrieben, die nach höchsten Standards durchgeführt worden sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Es habe danach keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass sich auf dem Gelände noch relevantes Beweismaterial befand. Eine Zerstörung der Behausung sei von dem richterlichen Durchsuchungsbeschluss nicht gedeckt gewesen. Für Staatsanwaltschaft und Polizei habe keine Veranlassung bestanden, Beamte für eine Beobachtung der Abrissarbeiten abzustellen oder selbst auf Kosten der Steuerzahler einen Abriss vorzunehmen. Nachdem der Abrissunternehmer einen Fund gemeldet habe, hätte die Polizei mit ihm während der weiteren Arbeiten in engem Kontakt gestanden und es seien dann zeitweise auch Ermittler auf dem Campingplatz vor Ort gewesen. Daher erfolge auch keine erneute Durchsuchung des Abrissschutts.

Lügde: Weitere Datenträger bei Abrissarbeiten gefunden

Hat es erneut eine weitere Ermittlungspanne im Kindesmissbrauchsfall von Lügde gegeben? Das deuten zumindest Medienberichte von Süddeutscher Zeitung, NDR und dem WDR an. Auf der Parzelle des Hauptverdächtigen sind weitere Datenträger von einem Abrissunternehmen gefunden worden, gut zwei Wochen nachdem die Polizei Bielefeld und die Detmolder Staatsanwaltschaft den Tatort freigegeben hatten. Gefunden wurden Drei CDs und zwei Disketten. Ob darauf kinderpornographisches Material gespeichert ist, sei derzeit noch unklar, heißt es in den Medienberichten. Die Polizei Bielefeld gab an, dass die Datenträger ausgewertet werden. Die CDs sollen handschriftlich beschriftet gewesen sein, z.B. mit einer Jahreszahl, dem Wort "Video" und fünfmal dem Buchstaben X. Im Fall Lügde stehen die Polizei und Jugendämter in der Kritik, weil sie hinweisen wegen sexuellen Missbrauch nicht ausreichend nachgegangen seien. Zudem habe es bereits mehrere Ermittlungsfehler gegeben. 40 Kinder und Jugendliche sind über Jahre vom mutmaßlichen Haupttäter, dem arbeitslosen Dauercamper und weiteren Komplizen missbraucht worden.

Lügde: Die Vorbereitungen laufen für den traditionellen Osterräderlauf am Abend des Ostersonntags

Nach den wochenlangen negativen Schlagzeilen will der Dechenverein als Veranstalter mit dem Groß-Event wieder für ein besseres Image der Stadt sorgen. Zwar legte der Dechenverein 2018 das beste Geschäftsjahr der seiner Geschichte vor, aber die Besucherzahlen für den Osterräderlauf stagnierten zuletzt. Zusammen mit den Negativschlagzeilen der letzten Wochen befürchtet der Verein einen Gästerückgang. Eine gezielte Medienkampagne soll Abhilfe schaffen.

Lügde: Keine Hinweise auf Unfallhergang

Nach dem Unfall eines Radfahrers im Lügder Ortsteil Niese sucht die Polizei weiterhin mögliche Zeugen. Der Radfahrer war wie berichtet am Samstagnachmittag gegen 16.00 Uhr auf der Köterbergstraße in Niese schwerverletzt aufgefunden worden. Er hatte bewusstlos neben seinem Fahrrad gelegen. An den Unfallhergang kann sich der Mann nicht erinnern. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Auskunft der Polizei bislang nicht. Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Unfall in Zusammenhang stehen könnten, kann sich bei der Polizei Detmold melden (Telefonnummer 05231/6090).

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