Im Studio: Jan Hampe

Jan Hampe

Hameln 99,3 MHz + Bad Pyrmont 94,8 MHz      im Kabel auf Programmnummer 114 (DVB-C 122 MHz)

Bundestagsabgeordnete fordern Alternative zu Pipeline

Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete aus Anrainergebieten der Oberweser fordern wirksame Alternativen zu einer Pipeline für Salzabwässer in Werra und Weser. Nachdem die hessische Landesregierung eine Pipeline zur Nordsee für die Abwässer des Düngemittelherstellers K+S abgelehnt hat, sei es fraglich wie das Land die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und damit das Problem der Salzbelastung der Flüsse lösen wolle, so die Hameln-Pyrmonter Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller. Schließlich habe die EU-Kommission bereits im vergangenen Jahr ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung eröffnet und erwarte konkrete Maßnahmen. Die SPD-Politiker fordern eine technische Lösung vor Ort. Eine Abwasser-Pipeline in die Oberweser sei nicht zu akzeptieren. Das sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll, weil damit keine Verbesserung der Wasserqualität erfolgen würde und die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht würden.

Drei Länder Bündnis gegen Stromtrassenentwurf

Der von der holländischen Firma Tennet vorgelegte Entwurf für die geplante Nord Süd Stromtrasse sorgt weiterhin für Proteste in der Region. Gestern hatten sich Landräte aus drei Bundesländern (der Landkreise Hameln-Pyrmont, Höxter Lippe und Holzminden und sowie der Region Hannover und der Gemeinde Bad Emstal) zu einem Strategiegespräch in Detmold getroffen. Das Ergebnis: Das Verfahren zum Bau der Stromtrasse soll weiterhin intensiv begleitet und die Interessen der Bürger mit Nachdruck vertreten werden . Sollte es weiterhin keine schlüssigen Begründungen für den geplanten Verlauf der Trasse durch das Weserbergland geben, schließt Hameln Pyrmonts Landrat Tjark Bartels auch eine Klage nicht aus. Ein Besuch beim Bundeswirtschaftsminister ist am 12. Oktober geplant.

Polizeiinspektion zieht Bilanz für Blitzmarathon

Beim bundesweiten Blitzmarathon hat die Polizei in Hameln-Pyrmont und Holzminden bis heute morgen über 8.500 Fahrzeuge gemessen. Dabei wurden rund 140 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. In 48 Fällen wurde die zulässige Geschwindigkeit so weit überschritten, dass die Betroffenen mit Bußgeldbescheiden rechnen müssen. Zwei Autofahrer erwartet zudem ein mehrwöchiges Fahrverbot. Insgesamt seien deutlich weniger Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen, als an vergleichbaren Tagen. Die Autofahrer hätten ein sehr diszipliniertes Fahrverhalten gezeigt, heißt es in der Bilanz der Polizeiinspektion. Gewerkschaftsvertreter hatten die Kontrollen im Vorfeld als eine "PR-Aktion ohne nachhaltigen Effekt auf die Verkehrssicherheit" kritisiert. Ralf Hermes von der Gewerkschaft der Polizei in Hameln sagte, solche Aktionen seien sehr aufwendig und erreichten eine hohe Medienaufmerksamkeit. Verkehrsüberwachung dürfe sich aber nicht darauf beschränken. Wichtiger sei die kontinuierliche Verkehrsüberwachung durch die Polizei.

TenneT stellt SuedLink Antrag im November

Die Unterlagen zum Bau der umstrittenen Stromtrasse SuedLink sollen am 3. November bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Das hat Netzbetreiber TenneT bestätigt. Die rund 800 Kilometer lange Stromtasse soll den Strom aus Windparks im Norden nach Süddeutschland transportieren. Die bisherigen Planungen für die Trassenführung betreffen auch das Weserbergland. Für Anfang Oktober sind vor Ort weitere Informationsveranstaltungen des Netzbetreibers angesetzt. Landräte aus der Region sind heute in Detmold zusammen gekommen, um das weitere gemeinsame Vorgehen zu besprechen. Ergebnisse sollen am Mittag vorgestellt werden.

Fischer sorgen sich um Wasserqualität von Werra und Weser

Die niedersächsische Fischerei sieht weiterhin mit Sorge auf die Entwicklung der Wasserqualität der Flüsse Werra und Weser. Hintergrund ist die aktuelle Entscheidung der Länder Niedersachsen und Hessen zur Entsorgung von salzhaltigen Abwässern durch den hessischen Düngemittelhersteller Kali und Salz in die Flüsse. Die Überlegungen für eine Pipeline zur Nordseee stehen danach vor dem Aus. Die Einleitung der Abwässer in Werra und damit auch Weser würde somit weiterhin eine Belastung für die Wasserqualität bedeuten und damit auch den Fischbestand gefährden, sagt der Hamelner Lothar Wolters, der die Interessen der Fischerei am Runden Tisch Gewässerschutz vertritt. Aber auch das Trinkwasser werde durch die Einleitungen belastet. Allerdings hätte auch eine Pipeline das eigentliche Problem nur verlagert, so Wolters. Ziel müsse es vielmehr sein, durch bessere Techniken die Abfälle zu reduzieren.

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