Hameln-Pyrmont: Linke wollen prüfen lassen, ob gefährdete Menschen aus Afghanistan aufgenommen werden können

Veröffentlicht am Freitag, 20. August 2021 06:33

Angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan fordern die Linken im Kreistag Hameln-Pyrmont, dass der Landkreis akut gefährdete Menschen aus Afghanistan aufnimmt. Besonders gefährdet seien die sogenannten Ortskräfte, die für die Bundeswehr, Bundespolizei, das Auswärtige Amt und im Rahmen der sogenannten Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan gearbeitet haben. Darüber hinaus seien auch diejenigen, die sich für Menschen- und Frauenrechte eingesetzt haben sowie Journalistinnen und Journalisten besonders gefährdet und in Deutschland aufzunehmen. Viele von ihnen hätten auch mit europäischen und deutschen Stellen zusammengearbeitet. Ihnen jetzt nicht zu helfen sei undenkbar, sagt Peter Kurbjuweit, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag. Kurbjuweit verweist auch auf einen Kreistagsbeschluss aus dem vergangenen Jahr, in dem sich der Landkreis dazu bereiterklärt hat, Geflüchteten im Rahmen der Möglichkeiten Hilfe zu leisten. Die Linken möchten, dass der Landkreis unter anderem prüft, wie viele Menschen aus Afghanistan aufgenommen werden können. Dass sich die Lage in Afghanistan weiter zuspitzt und noch mehr Menschen aus dem Land fliehen, hält Kurbjuweit nicht für unwahrscheinlich.